
Notruf vom Kumpel - Dringend!
Notruf vom Kumpel: „ Bei mir geht der Strom teilweise nicht mehr!“

Also Werkzeug geschnappt und ran an die Fehlersuche.

Am Anfang sah in der Hausverteilung alles ganz normal aus. Die Spannung am Fehlerstrom-Schutzschalter (FI/RCD) hat beim ersten Messen gepasst. Aber dann wurde es gespenstisch: Als ich den FI auf der Hutschiene nur minimal verschoben habe, um besser an die anderen Messpunkte zu kommen, ging plötzlich das Flurlicht aus – ohne, dass der FI oder ein Leitungsschutzschalter ausgelöst hat!

Nochmal nachgemessen am an der Sicherung und zack – das Licht brannte wieder. Also musste was am RCD nicht stimmen -> genauer hingesehen

Prüftaste betätigt -> FI löst aus.

Wieder eingelegt -> Alles scheint normal.

Dann der offizielle und bewährte Klopftest (Ironie off):

Mit dem Schraubenzieher leicht auf das Gehäuse getippt -> Licht wieder aus, FI löst aber nicht aus!
Beim erneuten Messen lag an den Einspeise- und Abgangsklemmen zwar Spannung an, aber am Neutralleiter schwankte die Spannung extrem stark hin und her. Der erste Gedanke: Eine lose Klemme. Ich wollte die Schraube nachziehen, aber die saß schon bombenfest.
Das Fazit: Ein tückischer, interner Wackelkontakt im Schalter selbst! Auf dem Bild seht ihr den ausgebauten Übeltäter: Ein älterer E&D (Elektro Dahlmann) Fehlerstrom-Schutzschalter mit 25A und 0,03A Auslösestrom.
Wenn die Mechanik im Inneren nach all den Jahren aufgibt, hilft nur noch ein kompletter Austausch.
Hattet ihr auch schon mal so einen versteckten Fehler, der euch fast in den Wahnsinn getrieben hat? Schreibt es in die Kommentare!

